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Mehrsprachigkeit und Mobilität

Sprachpraktiken und Konstruktion von Identität
Bereich: 
Institutionelle und gesellschaftliche Mehrsprachigkeit
Projektleitung:

Melissa Moyer, Università Autonoma de Barcelona

Dauer: 
01.2010 bis 12.2012
Team:
Status: 
Fertiggestellt
Beschreibung: 

Ministerio de Ciencia y Tecnología, Plan Nacional de la Ciencia I+D

In diesem Projekt soll Mehrsprachigkeit aus Sicht des aktuellen Mobilitäts- und Globalisierungsparadimas untersucht werden. Dabei sollen Sprachpraktiken von Menschen mit transnationalen Trajektorien untersucht werden wie etwa MigrantInnen oder TouristInnen, die nach Spanien kommen und dort einerseits mit öffentlichen Institutionen und andererseits mit Einheimischen, deren Lebensbahnen stetiger sind, interagieren und kommunizieren müssen. Aus Sicht dieser transnationalen mobilen Personen wird untersucht, wie sie ihre Identitäten mittels und innerhalb sozialer Netze konstruieren und wie sie mit der lokalen Gesellschaft im Rahmen von mehrsprachigen Praktiken in Beziehung treten. Wir arbeiten mit der Hypothese, dass sich die Organisation von für die mobile Bevölkerung wichtigen Informationen und die täglichen mehrsprachigen Praktiken von MigrantInnen und TouristInnen nicht mit den Praktiken von öffentlichen, privaten und nichtstaatlichen Institutionen decken, die sich an Personen aus immer unterschiedlicheren Verhältnissen richten. Das Projekt möchte zudem die Kategorien MigrantIn und TouristIn hinterfragen und deren Sprachpraktiken beschreiben sowie die Schnittpunkte von Sprache und mehrsprachigen Praktiken mit sozialer Schicht, Volkszugehörigkeit, Geschlecht und Alter verstehen.