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Rumantsch receptiv

Bereich: 
Individuelle Mehrsprachigkeit

Manfred Gross (PHGR, Institut de Plurilinguisme)

Dauer: 
01.2013 bis 12.2014
Team:
Status: 
Fertiggestellt
Beschreibung: 

Projekt durchgeführt von der Pädagogischen Hochschule Graubünden PHGR

Das Projekt „Rumantsch receptiv war ein Projekt zur Entwicklung von Unterrichtsmaterialien für das Selbststudium und/oder die Implementation in Sprachkursen. Ziel dieses Projektes war es, eine Methode für die Entwicklung der rezeptiven Kompetenzen im Romanischen (Idiome) bereitzustellen. Diese Methode soll den Zielgruppen ermöglichen, sich Hör- und Lesekompetenzen in der rätoromanischen Sprache anzueignen, welche die Grundlage für die rezeptive Sprachkompetenz bilden.

Das Projekt „Rumantsch receptiv zielte auf die Behebung der Problematik einer oft fehlenden adäquaten Kompetenz des Rätoromanischen bei Anderssprachigen, welche zumindest eine rezeptive Mehrsprachigkeit in der Praxis verhindert. Die bisherige Situation ist nämlich die, dass im rätoromanischen Sprachgebiet (kommunale Verwaltungen, Vereinssitzungen, Lehrerkonferenzen, Aus- und Weiterbildungskurse usw.) ein Gespräch, eine Unterredung und/oder eine Veranstaltung schon bei der Präsenz eines des Rätoromanischen Unkundigen unverzüglich in die dominante, in der Regel allen Beteiligten verständliche deutsche Sprache gewechselt wird. Auch auf kantonaler Ebene ist es den Rätoromanen, trotz der erklärten Dreisprachigkeit Graubündens, in mehrsprachigen Alltagssituationen (Kantonsparlament, kantonale Verwaltung usw.) nicht möglich, ihre eigene Sprache zu sprechen, da sie von den Anderssprachigen, mangels rezeptiver Sprachkompetenzen, gewöhnlich nicht verstanden werden. Die Folge davon ist ein Domänenverlust der rätoromanischen Sprache, der zu ihrer Schwächung führt.

Um die Entwicklung von rezeptiven Sprachkompetenzen zu ermöglichen, legt das Sprachlehrmittel Rumantsch receptiv, ähnlich der Methode der autodidaktischen Unterrichtsmaterialien für das Schweizerdeutsche Chunsch druus?,den Fokus auf die Ähnlichkeit zwischen den Sprachen (vor allem zwischen den lateinischen Sprachen, bezüglich des Wortschatzes, aber auch zwischen dem Deutschen, Englischen und Rätoromanischen), auf das integrative Erlernen des Grundwortschatzes sowie auf eine kognitive Erschliessung von Hör- und Lesetexten. Es entwickelt Strategien für ein Lese- und Hörverstehen, die relativ rasch eine minimale Vertrautheit mit der rätoromanischen Sprache schaffen.

Ziel – Erwartete Resultate: 

Projektergebnisse: www.chapeschas.ch